Wie alles begann
Am 1. Mai 2007 gründeten Engür, Mohsen und Mehran die ANS NETZ TAXI GmbH in der Bülowstraße 11, Berlin-Schöneberg. Die junge Taxizentrale füllte sich bald mit sehr viel Leben. Genauer gesagt: mit Kunst und Kultur. Und mit Menschen. Mit sehr vielen Menschen.


Die Ausstellung von Gustav Haase im April 2008 bildete den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Kultur-Events, und schnell war der kleine Laden zum kulturellen Magneten avanciert. Das Ganze sprach sich herum, die Gemeinde der Fans und Besucher wuchs. Es war an der Zeit, sich zu vergrößern.


Ein neues Zuhause
Das leerstehende Ladenlokal in der Potsdamer Straße 103 war wie geschaffen dafür. Ein altehrwürdiges Kulturdenkmal aus Jugendstil-Zeiten, mit riesigen Panorama-Schaufenstern und der stolzen Fläche von über 250 Quadratmetern – ein Traum! Und eine stramme Herausforderung: Hier sollte etwas Großes entstehen, eine echte Berliner Institution in der Tradition des guten alten Kaffeehauses, ein Ort der Kultur und Begegnung, der seinesgleichen sucht.


Immer wieder traf man sich hier, noch auf staubiger Baustelle, zum Brainstorming. Befreundete Architekten, Künstler und andere kreative Köpfe brachten ihre Ideen ein. In monatelanger liebevoller Kleinarbeit wurden die alten Deckenfresken freigelegt, Kronleuchter angebracht, Kaffeehausmöbel aus alten Zeiten herbeigeschafft. Bis 2013 der neue „Mischkonzern“ erstmals offiziell seine Türen öffnete. Ein rauschender Abend mit großem Andrang läutete eine neue Ära im Kiez rund um die Potsdamer Straße ein.

Seither herrscht hier ein lebhaftes Treiben, Stammgäste haben sich eingestellt und der Kreis der Neuzugänge wächst beständig.